leipziggruen.de - Netzwerk für Stadtnatur




Partheland

Die Parthe ist ein kleines Fließ im Nordosten Leipzigs. Sie entspringt im Glastener Forst zwischen Colditz und Bad Lausick und mündet bereits nach rund 55 Kilometern Flusslauf nördlich des Leipziger Rosentals in die Weiße Elster. Das klingt nicht gerade spektakulär und auch das Gewässer an sich wirkt nicht außergewöhnlich. Dennoch ist dieses Flüsschen Namensgeber und Identitätsstifter für eine ganze Region im Osten Leipzigs – das Partheland.

Die besondere Rolle dieses Flüsschens für die Leipziger Siedlungsgeschichte ist heute nur noch wenigen Menschen bekannt. Dabei war die Parthenaue als überschwemmungsarme, dennoch wasserreiche und flussnahe Niederterrasse schon früh ein entscheidender Standortfaktor. Im 15. Jahrhundert gab es bereits achtzehn Dörfer und Städte entlang der 25 Kilometer langen Strecke zwischen Borsdorf und der Mündung in die Weiße Elster.

In dieser intensiv beanspruchten Region bildet die Flussaue der Parthe mit ihrem historisch gewachsenen Mosaik aus Wiesen, Waldstücken, Parks, Gärten und Feuchtbiotopen einen Rückzugsraum für Mensch und Natur. Für die Bevölkerung ist die Flussaue ein wichtiger Erholungsraum, zugleich ist sie aber auch Lebensraum für zum Teil seltene Tier- und Pflanzenarten. Vom Autobahndreieck »Parthenaue« bei Beucha bis zum Abtnaundorfer Park ist die Aue der Parthe daher als FFH-Gebiet (Schutzgebiet nach Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie) europarechtlich geschützt. Auch außerhalb der Aue findet man interessante landschaftliche Strukturen. Die weitläufige Agrarlandschaft wird durch Baumreihen und Hecken belebt. Die Kuppen (zum Beispiel der Schwarze Berg) der Taucha-Eilenburger-Endmoräne und die Porphyrdurchbrüche (zum Beispiel der Kohlenberg) bei Beucha sind beliebte Aussichtspunkte. Ehemalige Steinbrüche und Tongruben (zum Beispiel an der Bergkirche in Beucha) belegen die ursprüngliche Bedeutung des ländlichen Raums als Baustofflieferant für die benachbarte Stadt.

Gerade im kontrastreichen Nebeneinander von Kultur und Natur, von weiter Flur und engen gründerzeitlichen Quartieren, von High-Tech-Fabriken und gewachsenen Dorfstrukturen, von »gebändigter« Stadt und scheinbar »wilder« Landschaft, liegt der besondere Reiz des Parthelands. Autor: Florian Etterer





Ein Ernährungsfestival für Leipzig

Apfeltag im Westwerk
Die Obstgenossen laden ein und feiern am 28.10. 2017 den Apfel und andere Früchte ...

In Nachbars Garten geschaut - Ausstellung und Radtouren im Botanischen Garten.

Die Biomare Regionalmarke "Hand in Hand" wurde mit kleinen handwerklichen Betrieben aus der Region entwickelt.