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Schmetterlingswiesen

Wir brauchen in Sachsen mehr Wiesen mit hohem Gras und vielen Blumen. Diese Wiesen sind die Lebensgrundlage für Schmetterlinge, Insekten und auch Vögel. Mit Hilfe der Bevölkerung wollen wir in den kommenden drei Jahren möglichst viele schmetterlingsgerechte Wiesen schaffen. Das ist ein wichtiger Beitrag zum Erhalt unserer biologischen Vielfalt.

Die Mitmachaktion ist ein gemeinsames Projekt der Sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt (LaNU), des Naturschutzbundes Sachsen e. V. (NABU), des Senckenberg Museums für Tierkunde und der Landschaftspflegeverbände Sachsens.

Die dreijährige Mitmachaktion richtet sich an alle die Grünflächen bzw. Grünlandflächen pflegen. Ein Schwerpunkt des Projektes sind Grünflächen in Dörfern und Städten. Grundstückseigentümer, Vermieter und Flächenverwalter, die Flächen im Siedlungsbereich pflegen, sowie auch Interessierte, die die Pflege solcher Flächen übernehmen wollen sind dabei besonders gefordert. Eine Broschüre zur Aktion informiert über den Lebenszyklus und Lebensweise von Schmetterlingen, über Nahrungspflanzen für Raupen und Falter sowie über die optimale Pflege für Schmetterlingswiesen. Auf schmetterlingswiesen.de können Teilnehmer der Aktion ihre Ergebnisse und Erfahrungen mit den umgestalteten Schmetterlingsflächen einstellen, die wiederum andere Interessierte zum Mitmachen anregen sollen. Für die Schmetterlingswiesen können die Teilnehmer der Aktion das Zertifikat „Falterfreundlich“ für die jeweiligen Flächen erhalten. In den kommenden Wochen wird außerdem eine Smartphone-App fertiggestellt, die eine Bestimmung einheimischer Falter ermöglicht. Die App dient so der Erfolgskontrolle der schmetterlingsfreundlichen Gestaltung einer Wiese.

Während der dreijährigen Laufzeit werden die regionalen Projektpartner zahlreiche öffentlichkeitswirksame Aktionen durchführen, unter anderem die Gestaltung von Schmetterlingswiesen auf öffentlichen Flächen, Artbestimmungskurse, Beratungstermine sowie Veranstaltungen für Schulklassen. Dabei werden sie von Landschaftspflegeverbänden, von Naturschutzgruppen des NABU und von weiteren Naturschutzeinrichtungen unterstützt.

Hintergrund:
Die Populationen der Schmetterlinge sind seit 1990 in Europa, Deutschland und in Sachsen stark zurückgegangen. Die Verluste liegen zwischen 30 bis 50 Prozent. Schmetterlinge brauchen Wiesen mit hohem Gras, um ihre Puppen verstecken zu können, und mit vielen Blumen als Nahrungsquelle. Solche schmetterlingsfreundliche Flächen sind oftmals entweder ganz verschwunden oder sie werden so gemäht, dass sie für Schmetterlinge in ihren Entwicklungsstadien nicht als Lebensräume geeignet sind.





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