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Mispel 2018

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wild und wunderbar

Die Echte Mispel (Mespilus germanica), mit den Römern aus Vorderasien nach Mitteleuropa gelangt, zählt zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Das breitkronige, häufig eher strauchig wachsende Kernobstgehölz war im Mittelalter in Klöstern und Bauerngärten weit verbreitet, selbst Karl der Große ließ auf seinen Ländereien Mispeln anbauen. Nicht umsonst finden sich auch in den historischen Wappen mehrerer deutscher Städte stilisierte Mispelblüten. Später wurde die Mispel zunehmend von den Edelobstarten verdrängt, sodass man sie heute nur noch selten – zumeist verwildert – antrifft.

Dabei verdient dieses robuste Wildobst durchaus ein Comeback, zieren doch allein schon der malerische Wuchs, die weiße Blütenpracht im Mai sowie das leuchtend gelbe Herbstlaub jede Gartenanlage. Die zahlreichen runden, drei bis fünf Zentimeter großen, harten Früchte mit ihrer grün-bräunlichen rauen Schale und den charakteristischen fünf langen Kelchblättern werden nach Frosteinwirkung teigig weich und essbar. Sie lassen sich dann entsaften, zu Püree oder Marmelade verarbeiten. Mispeln sind selbstfruchtbar, kommen selbst mit ärmeren Böden zurecht, lieben jedoch sonnige Standorte. Angesichts der zu allen Jahreszeiten ausgesprochen faszinierenden Anmutung dieses Chraktergehölzes sollten Mispeln eigentlich in keinem städtischen Park fehlen. Zumal gartenwürdige Sorten mit besonders schönen, schmackhaften Früchten wie etwa ‚Nottingham’, ‚Westerveld’, ,Royal’ oder die kernlose ‚Apyrena’ das Motto der essbaren Stadt beispielhaft verwirklichen helfen.





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