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Grimma, Göschengarten / Foto: Frank Speckhals
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Grimma, Göschengarten / Foto: Frank Speckhals

Grimma, Göschengarten

Nördlich liegt hoch über dem Muldestädtchen Grimma der Vorort Hohnstädt. Der weg in den ländlich geprägten Ortsteil lohnt sich wegen einer bemerkenswerten Gedenkstätte mit Garten: 1795 erwarb hier der Leipziger Buchhändler und Verleger Georg Joachim Göschen (1752–1828) das sogenannte Pferdnergut als Sommersitz für seine Familie. Am heute als Museum genutzten Wohnhaus erinnert eine Gedenktafel an den Besuch Friedrich Schillers 1801. Daran wird die Bedeutung Göschens für die Epoche der Klassik als Verleger von Schiller, Wieland und Klopstock deutlich. Das Wohnhaus mit seinem Garten spiegelt sehr gut Atmosphäre und Geist der Zeit wider.
Göschen ließ den vorhandenen terrassierten Nutzgarten an den Hängen um das Haus zu einer klassizistischen Zieranlage mit romantisch anmutenden Partien und Ausblicken in die umgebende Landschaft an den Muldehängen ausgestalten. Einen besonderen Akzent setzt der Freundschaftspavillon von 1802 in Form eines antiken Tempels.

Seinen besonderen Charakter verdankt der Garten u.a. dem Altbaumbestand und den Terrassenmauern sowie der historischen Einfriedung aus Naturstein. Ein weiterer Pavillon und weinüberrankte Laubengänge treten hinzu, vor dem Haus auch kleine Rebenhänge. Schon zu Göschens Zeiten soll es solche gegeben haben. Zeitweilig gehörte die heute städtische Gedenkstätte zur Stiftung Weimarer Klassik, welche auch die Instandsetzung des Gartens im Geist der Zeit Göschens veranlasste. Eine Gedenkplatte von 1801 erinnert an seinen bekannten wandernden Mitarbeiter und Autoren Johann Gottfried Seume (1763–1810). Sie wurde während seines „Spaziergangs nach Syrakus“ aufgestellt. Für heutige Spaziergänge bietet sich der an den Göschengarten angrenzende weitläufige Seumepark an den Muldehängen an. Er ging auch aus dem ehemalige Hohnstädter Rittergutspark hervor. Göschen bezeichnete die sein Anwesen umgebende reizvolle Landschaft als „eine der schönsten Gegenden der Welt“.

Standortkarte Göschenpark Grimma / Grafik: Peter BeneckenStandortkarte Göschenpark Grimma / Grafik: Peter Benecken

 

ANBINDUNG UND ERREICHBARKEIT

Besichtigung Göschengedenkstätte mit Garten, Grimma-Hohnstädt,
Schillerstr. 25
Öffnungszeiten Di, Do, Sa, So 10.00–17.00

Besichtigung des Göschenhauses nur im Rahmen von Führungen (Garten wegen zahlreicher historischer Treppen nicht behindertengerecht)

Seumepark öffentlich (nicht behindertengerecht)

 

Kontakt und Information

Göschenhaus Seume-Gedenkstätte
Schillerstr. 25
04668 Grimma-Hohnstädt
Tel.: (03437) 91 11 18

Göschenhaus Seume-Gedenkstätte





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