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Genossenschaft KOLA

Kola ist eine junge solidarische Landwirtschaft. Sie ist die größte in der Region

Die Tauchaer Stadtteile stehen im Zeichen der solidarischen Gemüsehöfe. Vier Solawis – solidarische Landwirtschaften – gibt es hier, die älteste von ihnen ist zehn Jahre alt. Kola heißt die jüngste. Seit dem Start in der Saison 2020 ist sie recht schnell gewachsen, kann sich größte Solawi in der Region nennen. Die Genossenschaft mit rund 1.200 Mitgliedern hat 35 Hektar und produziert für knapp 1.000 Mitglieder Ernteanteile in Form einer wöchentlichen Gemüsekiste.

Nach einer Übergangsphase auf 2,5 Hektar konnte die Arbeit auf den eigentlichen Flächen im Herbst 2020 beginnen. 15 Mitarbeiter bauen in der Saison 2021 Gemüse an. Inzwischen sind zwei Brunnen gebohrt, es entsteht ein Hofgebäude in ökologischer Holzständerbauweise, ein mit Solarthermie betriebenes Glasgewächshaus ist geplant. Blühstreifen und Hecken teilen die Agrarstruktur und schützen gleichzeitig vor Bodenerosion. Ein Mitarbeiter des Umweltforschungszentrums untersucht, wie sich der ökologische Landbau und die gerade in Pflanzung befindlichen Hecken um die Fläche auf Schmetterlinge auswirken. Eva Köhler, Diplom-Ingenieurin für ökologische Landwirtschaft bei der Kola, sagt: »Die Hecken und die Blühstreifen sind gut für den Naturschutz und die Fläche sieht schöner aus. Aber das bedeutet natürlich weniger Land für den Gemüseanbau.« Es ist die Genossenschaft, die so viel Naturschutz möglich macht: »Die Mitglieder sind bereit, einen höheren Preis dafür zu bezahlen, dass das Gemüse fair, lokal und ökologisch produziert wird.«

Über ein Verteilsystem gelangen die Kisten zu den Mitgliedern. Dafür kooperiert die Kola unter anderem mit dem Konsum, das Kurierkollektiv Fulmo liefert per Lastenrad. Die Mitglieder sind über ihre Anteile Miteigentümer, Verantwortung und Mitbestimmung sind geteilt. Der Betrieb tauscht sich mit der Sehliser »Mutter-Solawi« Rote Beete und überregional mit anderen Gemüsegenossenschaften aus. Hilfe und Ratschläge zu sämtlichen Themen kommen aus einem großen bundesweiten Netzwerk und tragen zum Erfolg bei: Neben anderen Solawis und Genossenschaften sind das Juristen, Forschungsinstitute oder Politiker. Und das Netz darf wachsen, lädt Eva Köhler ein: »Auch Nichtmitglieder können sich online für einen Ackereinsatz anmelden und die Urbarmachung des Lands miterleben.«

www.kolaleipzig.de





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