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Rosenberg Delikatessen

Wissenschaftler Matthias Rosenberg hat auf die Fruchtveredelung umgesattelt

„Von Leipzig allein kann man nicht leben“, bringt Matthias Rosenberg die Schwierigkeit vieler Erzeuger auf den Punkt. Sie benötigen die Expansion, um von ihrer Arbeit leben zu können. Leipzig ist in den letzten Jahren schon vielfältig aufgestellt, was gute regionale Bioprodukte und die Nachfrage danach angeht.

Ein kleines köstliches Universum rund um regionale Früchte hat Matthias Rosenberg aufgebaut – vom Fruchtaufstrich bis zum Likör. Zuvor war er als Geoökologe tätig. Doch dann nervte ihn das ewige von Projekt zu Projekt Hangeln im Wissenschaftsbetrieb. Er sattelte auf Nahrungsmittel um, wurde zur Verkörperung des Theorie-Praxis-Transfers. „Ich hatte immer schon einen Bezug zur Natur und Streuobst und nebenbei aus dem eigenen Garten Fruchtaufstriche hergestellt.“ Dann entschloss er sich, das gewerblich zu machen. Das verwendete Obst stammt zum Teil von Streuobstwiesen aus der Region, wo Rosenberg es selbst mit dem Lastenrad aufsammelt. Beeren bezieht er vom Obsthof Beerenbunt aus dem Triebischtal. Anderes wie Zwetschgen kommt vom Biohof ernte mich.

„Die Frucht steht für mich im Vordergrund“, erklärt der Erzeuger. „Ich reize die unterstete Grenze aus, was den Zuckergehalt betrifft. Und verzichte auf Konservierungsmittel.“ Die Rezepturen für die handgerührten Aufstriche entwickelt er selbst und testet sie im Freundeskreis. Die Sorten wie Himbeere, Quitte-Vanille und Sauerkirsche darf er nicht Gelee oder Konfitüre nennen: Diese müssen laut Lebensmittelrecht mindestens 55 Prozent Zucker enthalten. Das findet Rosenberg viel zu süß.
Daneben stellt Rosenberg in seiner Leipziger Manufaktur auch Liköre aus den Früchten her. Die Eier für den selbst gemachten Bio-Eierlikör liefert die Agrargemeinschaft Wildenhain aus Mockrena. Rosenbergs Sortiment runden Bio-Öle und Bio-Senf ab. In Leipzig ist er im Handel gut vertreten: Neben Bio- und Regionalläden und Spätis bieten auch einige REWE-Filialen seine Produkte an. Darüber hinaus sucht er den Absatz auch außerhalb von Leipzig auszubauen.

Vernetzung hält Rosenberg für essentiell. So ist die Kooperation mit dem Hühnerhof durch ein Treffen beim Ernährungsrat entstanden. „Ich schmiede gern Ideen mit regionalen Erzeugern. Wer etwas, das er sucht, noch nicht bei mir findet, soll mich ansprechen. Dann setzen wir das um, wie zum Beispiel den gemeinsame Produktionsstandort vom Kesselkollektiv.“

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