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Saatgut Plaußig Voges KG

Die Saat-Gut Plaußig bringt mit Lebensmitteln Biodiversität auf dem Acker

Man kennt sie aus dem Supermarkt, die Tüten in Weiß und Hellblau mit Weizenmehl, daneben das Dinkelmehl in Weiß und gedecktem Hellbraun. Weizen und Dinkel wachsen in und bei Leipzig, die Saat-Gut Plaußig Voges KG baut sie an. Das geerntete Getreide wird westlich von Halle und im Erzgebirge vermahlen, schließlich verpackt und an den Handel geliefert. „Das ist kein regionales Produkt, das ist schon lokal“, sagt Geschäftsführer Benedikt Biermann. 1992 gegründet, gehört die Saat-Gut Plaußig Voges KG zu den größten landwirtschaftlichen Betrieben in Leipzig. Fünfzehn feste Mitarbeiter bearbeiten etwa 2.400 Hektar, Teile davon seit fünf Jahren ökologisch. Sie ernten Zuckerrüben, Raps, Mais oder Erbsen, Durum, Gerste, Roggen oder Hafer. Der Betrieb setzt auf die Region, auf kurze Wege bei Transport wie Abstimmungen und auf Know-how bei Ökologie und Pflanzenschutz. Dazu gehört moderne Technik, die Produktionsprozesse vereinfacht, Böden und Umwelt schont sowie die Erträge steigert.

Naturschutz ist ebenso ein Thema wie Nachhaltigkeit, bereits seit Jahren kooperiert der Betrieb etwa mit den ortsansässigen Imkern. Für den Insektenschutz werden schon mal Arbeiten in die Nacht verlegt, wenn also bestimmte Arten nicht fliegen. Zur Landschaftspflege gehören die heimischen Früchte und außerdem mit 40 bis 50 Hektar ein hoher Anteil an Blühflächen, die Insekten mit Nahrung versorgen und ihnen einen Lebensraum bieten – Land, das nicht bestellt werden kann: „Wir machen das, weil wir die Biodiversität erhalten möchten.“ Deshalb gehört die Saat-Gut Plaußig Voges KG zum Biotopverbund Leipzig, ein Zusammenschluss aus Landwirtschaft, Naturschützern, Automobilindustrie, Imkern und Stadtverwaltung, der die Artenvielfalt im Leipziger Nordraum erhalten und verbessern möchte.

Die Lage am Stadtrand ist exponiert, Öffentlichkeitsarbeit gehört somit für Biermann zum Alltag. Auf diese Weise lässt sich Transparenz herstellen und Missverständnissen begegnen, wie zum Beispiel dass Nachtarbeit keine Heimlichkeiten bedeutet, sondern einem guten Zweck dient. Die gelben Traktoren sind Teil der Corporate Identity und gleichzeitig Teil von Biermanns Botschaft an die Verbraucher: „Gute Lebensmittel kosten Geld.“ Eine Botschaft an Spaziergänger hat er ebenfalls: „Auf unseren Flächen wachsen Lebensmittel. Sie sollten deshalb nicht für Gassigehen, Sport oder als Müllabladeplatz genutzt werden.“

www.saat-gut.plaussig.de





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